Wie schreibe ich ein(en) Blog – Richtlinien und eine Checkliste für wirkungsvolle Blogbeiträge

Wenn Sie sich schon einmal selbst beobachtet haben, ist Ihnen wahrscheinlich aufgefallen, dass Sie Texte im Internet ganz anders wahrnehmen, als im realen Leben.
Sie lesen kaum lange Texte, denn das ist anstrengend für die Augen. Sie „scannen“ einen Text. Sie wollen so schnell wie möglich die Inhalte erfassen, um entscheiden zu können: Bleibe ich hier auf dieser Seite oder klicke ich weiter?
Deshalb müssen Texte im Netz anders gestaltet werden als wenn Sie für ein Buch schreiben würden. Mit ein paar Regeln und einer guten Checkliste – zum kostenlosen Download – fällt Ihnen das gleich um einiges leichter.

Die Regeln hier in aller Kürze:

  1. Struktur, Struktur, Struktur! das heißt: Hauptüberschrift (das Wichtigste überhaupt…), Unterüberschrift(en), Aufzählungen, Hervorhebungen, gut passende Absätze, gut passende Bilder…
  2. In der Kürze liegt die Würze: klare, kurze Sätze, pro Satz nur eine Information, …
  3. Nutzen- und Zielgruppenorientiert, denn wenn ich nicht sofort erkenne, was es mir bringt weiter zu lesen, weshalb sollte ich es dann tun?!
  4. Dialogorientiert: sprechen Sie mit Ihren Leserinnen und Lesern auf Augenhöhe, auch wenn Sie die Expertin, der Experte sind.
Lesen im Internet ist anders - Texte im Internet auch. #webtexte Klick um zu Tweeten

Leicht gesagt!

Damit es auch leicht gemacht ist, hier ein paar Richtlinien für die Vorbereitung und das Schreiben Ihrer Blogbeiträge. Mit der Checkliste können Sie sich dann selber überprüfen, ob Sie den Blogbeitrag entsprechend gestaltet haben.

Expertinnentipp
Achtung: Nutzen Sie Ihr Blog nicht für den Verkauf!
Ein Blog ist einerseits Beziehungsaufbau und –pflege und andererseits eine Möglichkeit Ihre Kompetenz zu zeigen.

Das Ziel des Blogs - Was will ich erreichen?

Bevor Sie zu schreiben beginnen, überlegen Sie sich genau, am besten sogar schriftlich (Stichworte reichen), welches Ziel Sie mit Ihrem Text/dem Blogbeitrag erreichen wollen. Welche Emotionen wollen Sie bewirken? Welche Handlungen sollen optimaler Weise daraus entstehen?

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Die Zielgruppe: Mit wem möchten Sie sprechen?

Stellen Sie sich am besten eine konkrete Person vor, für die Sie den Text schreiben. Dann wird der Text viel persönlicher, und dialogorientiert schreiben fällt leichter. Wer ist das diesmal?

Dialogorientert schreiben…

…bedeutet, eine gemeinsame Gesprächsbasis zu schaffen und auf einer Ebene mit den LeserInnen zu kommunizieren. Wenn Sie sich, wie vorher schon erwähnt, eine konkrete Person vorstellen, für die Sie schreiben, dann sprechen Sie über Ihren Blogbeitrag mit ihr.

  • Sie können zum Beispiel Fragen stellen: Haben Sie das nicht auch schon erlebt? Was sagen Sie dazu? Finden Sie nicht auch?
  • Oder sprechen Sie Ihre LeserInnen direkt an: Sie …, Ihr Wohlbefinden …, Sie, als…

Welches Problem lösen Sie für Ihre LeserInnen?

Sie gelten für Ihre LeserInnen nur dann als ExpertIn, wenn Sie für ihre Probleme auch Lösungen bereitstellen. Um welches Problem geht es diesmal und wie lösen Sie es? Achten Sie darauf, dass Ihre Informationen klar, übersichtlich, und korrekt sind. Dabei sollte es um EIN konkretes Thema gehen, nicht mehr!

Die Überschrift ist ausschlaggebend, ob der Blogbeitrag gelesen wird oder nicht!

Aus der Überschrift sollte klar hervorgehen, was die LeserInnen erwartet. Sie soll wenn möglich neugierig machen und motivieren zu lesen, kann also sehr wohl provokativ sein, manchmal sogar „reißerisch“. Zu viel zu versprechen erzeugt allerdings Unmut. In der Regel wird der Titel zuletzt geschrieben, wenn der Blogbeitrag schon fertig ist.

Die Überschriften Ihrer Blogbeiträge “lesen” auch die Suchmaschinen.

Jeder Artikel erhält eine eigene Adresse im Internet, deshalb gehören Ihre wichtigen „Schlüsselwörter“ in die Überschrift – idealerweise am Beginn des Satzes, da bei einer Vorschau der Satz gekürzt wird.

Gliederung und Struktur

Nur mit einer klaren Struktur ist für den Leser/die Leserin ein „scannen“ des Textes möglich. Also strukturieren Sie Ihren Text mit allen möglichen Mitteln:
Einleitung, Hauptteil, Schlussteil, innerhalb davon noch Absätze (1 Gedankengang pro Absatz, nicht mehr!), machen Sie Zwischenüberschriften, Aufzählungen bzw. Bullet-Points, und runden Sie das Ganze am Ende noch mit einer Zusammenfassung ab. Wenn es passt, können auch Grafiken und Bilder zusätzlich die Inhalte unterstreichen.

Einleitung = Teaser

In der Blogübersicht kann „nur“ die Einleitung gelesen werden. Nur interessierte LeserInnen werden weiter klicken und weiter lesen. Deshalb muss der Einleitung besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden: das Problem ansprechen, die Problemlösung andeuten, neugierig machen – und das alles in 3 bis 5 Sätzen.

Expertinnentipp
Die Einleitung wird nicht als erstes geschrieben, also kein Stress, wenn nicht gleich der zündende Funke da ist. Beitrag fertig schreiben und dann erst die Einleitung und die Überschrift!

Reizvolle Inhalte – Erzeugen Sie Bilder im Kopf!

Menschen fühlen sich nur dann angesprochen, wenn ihre Emotionen beteiligt sind, wenn sie sich „betroffen“ oder „berührt“ fühlen. Sie schreiben hier keinen Bericht für Ihr Finanzamt oder auch keine wissenschaftliche Arbeit (nicht einmal in Wissenschaftsblogs…). Sie schreiben für jemanden wie Sie und ich, der ein bestimmtes Problem hat, das Sie lösen können. Schaffen Sie eine Verbindung zu diesem Menschen, zum Beispiel durch: Fallbeispiele und Testimonials, bildhafte Beschreibungen, Geschichten,  Anekdoten, Fragen, Zitate.

Nach dem Schreiben des Blogbeitrags …

Sie haben Ihren Blogbeitrag geschrieben. Jetzt lade ich Sie ein, sich beim Durchlesen verschiedene „Brillen“ aufzusetzen, um ihn  zu perfektionieren. Dazu haben wir eine Checklist erstellt, mit der Sie sich selber „checken“ können. Es wird nicht immer jeder einzelne Punkt auf Sie zutreffen, aber wenn Sie es schaffen einen Teil der Kriterien einzuabeiten werden Ihre Blogbeiträge sehr gewinnen – und Ihre KundInnen auch.

Brille

Was Sie sonst noch tun können, um einen Mehrwert für Ihre KundInnen zu schaffen und Ihr Blog bekannt zu machen, lesen Sie in unserem Beitrag über das Blog als Schaltzentrale im Internet.

Expertinnentipp

Auch wenn es aufwendig ist, lesen Sie den Beitrag mit jeder „Brille“ erneut durch. Sie haben dadurch den Fokus genau dort, wo er sein soll.
Zu viel auf einmal zu beachten – mehrere Brillen gleichzeitig – sorgt nur dafür, dass Sie Wesentliches übersehen.

Checkliste für wirkungsvolle Blogbeiträge

Wir haben für Sie eine Checkliste erstellt, mit der Sie -vor allem in der Anfangsphase, oder, wenn Sie das Bloggen auslagern- überprüfen können, ob die optimalen Voraussetzungen für einen wirkungsvollen Beitrag erfüllt sind.
Laden Sie sich die Checkliste kostenlos herunter!

Wenn Sie bei den ersten Beiträgen nicht genau wissen, wie das alles in die Praxis umsetzen…, dann trainieren wir Sie! Mit einem Personal Marketing Training lernen Sie das „How to“ maßgeschneidert für Ihre Bedürfnisse. Einfach Termin ausmachen, fertig!

Gastbeitrag von Susanne Drdla

Zielgruppenanalyse in drei Schritten
Zielgruppenanalyse – In drei Schritten zum Wunschkunden
Das Blog – Ihre Schaltzentrale im Internet

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