Social Media mit Plan – die Situationsanalyse in 6 Schritten

Alle machen jetzt Facebook, machen wir´s halt auch. Das haben Sie doch sicher schon gehört. So oder ähnlich argumentieren viele kleine und mittlere Unternehmen, bevor sie eine Seite anlegen und sich ins Abenteuer “Social Web” stürzen. Ein Ausflug ins Blaue ohne Plan und oft auch ohne Ziel. So kommt es, wie es kommen muss: Nach dem anfänglichen Enthusiasmus werden die Themen oft weniger, die Beiträge seltener. Vor allem, wenn die Resonanz nicht sofort groß ist und nur wenige Fans kommentieren oder Beiträge teilen, schläft das „Projekt Social Media“ wieder ein.

Schade, denn wenn Sie an der Party nicht teilnehmen, heißt das nicht, dass sie nicht stattfindet.
Social Media ist längst kein Trend mehr, sondern Bestandteil unseres Alltags geworden. So ist es nur ganz natürlich, dass ein Großteil unserer Kommunikation hier stattfindet. Kommunikation über Dinge, die uns beschäftigen – egal, ob der neueste Modetrend oder der unfreundliche Verkäufer im Laden nebenan.

Expertinnentipp
Nehmen Sie an der Party teil, aber machen Sie´s richtig!

Wie bei jedem Projekt steht auch hier zu Beginn die Analyse.

Ach Gott, wie langweilig!
Ja, das dachte ich auch, als ich vor meiner ersten Analyse stand. Das war im Zuge einer Projektarbeit für meine damalige Ausbildung im klassischen Marketing und glauben Sie mir, ich hatte mir das ganz anders vorgestellt. Marketing war für mich Ideen spinnen, kreativ sein… Nun, es blieb mir also nichts anderes übrig, als mich an das Sammeln von Daten über Umfeld, Markt und Mitbewerb zu machen und als ich meine Arbeit beendete, brauchte ich mir keine Gedanken mehr über die Strategie zu machen. Die hat sich nämlich im Laufe der Recherchen ganz von selbst entwickelt. Gerade im Social Web ist es wichtig, von vorneherein ein paar Fakten zu kennen. Wussten Sie zum Beispiel, dass nur 1 – in Worten ein – Prozent aller User aktiv Inhalte erstellt und verbreitet? Diese Regel stammt von Jakob Nielsen, einem berühmten Usability-Berater aus Dänemark der bei seiner Arbeit herausgefunden hat, dass 90% der Internetnutzer nur lesen und passiv zuschauen.

Was bedeutet das für Sie?

Zum einen sollten Sie sich bewusst machen, dass es da draußen vielleicht doch jemanden gibt, der Ihren aufwendig aufbereiteten Inhalt liest und zur Kenntnis nimmt, auch wenn keine Reaktion darauf erfolgt. Vielleicht sind das auch gar nicht so wenige und Sie sind für diese Gruppe eine wichtige Informationsquelle. Herausfinden können Sie das allerdings nur, wenn Sie (zumindest gelegentlich) Ihre Zugriffs-Statistiken überprüfen. Je genauer Sie das machen, desto mehr können Sie auch über die Gruppe der „Stillen Leser“ herausfinden. Wann erreichen sie Ihre Beiträge am häufigsten, was gefällt ihnen besonders und was bringt sie vielleicht sogar dazu, einmal auf „Gefällt mir!“ zu klicken und sich so in die Grauzone der gelegentlich aktiven 9% einzureihen. Die zweite wichtige Erkenntnis aus der 1%-Regel ist die, dass es eine kleine Riege von besonderen Menschen im Internet gibt, die der Aktiven – Jakob Nielsen bezeichnet sie als „Heavy Contributors“. Ihr mögliches Ziel könnte also sein, einige „Heavy Contributors“ aufzutreiben und sie für Ihr Business zu interessieren.

Finden Sie Heavy Distributors in #SocialMedia und interessieren Sie diese für Ihr Business! Klick um zu Tweeten

Und damit sind wir wieder zum Ausgangspunkt zurückgekehrt.

Expertinnentipp
Damit Sie wertvolle Fürsprecher im Internet gewinnen können und mit ihnen in aktiven Dialog treten, müssen Sie herausfinden, WER und WO das sein kann.

Die Situationsanalyse in 6 Schritten:

  • Geografisches und Soziales Umfeld – Machen Sie sich Gedanken, wie sich Ihr Umfeld auf Ihr Business auswirkt. Welche Menschen bewegen sich darin? Wie wird es von außen wahrgenommen?
  • USP und Zielgruppe – Die Basics! Setzen Sie Ihren USP auch im Internet  um? Die Zielgruppe im Internet muss nicht identisch zu Ihrer gesamten Zielgruppe sein. Was unterscheidet sie?
  • Marktbegleiter – sowohl regional als auch im Internet
  • Unternehmensgröße, Ressourcen, Verantwortlichkeiten – Sie können nur soviel planen, wie Sie auch realistischerweise erledigen können. Lieber vorher überlegen, als nachher die Leser enttäuschen!
  • Derzeitige Marketingaktivitäten im Internet – Massnahmen, die zusammen passen, können Synergien ergeben.
  • Kommunikation über das Unternehmen im Social Web – nutzen Sie Alerts (z.B. Google Alerts) um am laufenden zu bleiben, wie und was über Ihr Unternehmen im Social Web gesprochen wird.

Hand aufs Herz, ist es Ihnen nicht auch lieber, zu wissen, wo der Hase im Pfeffer sitzt, bevor Sie auf ihn schießen? Also überlegen Sie sich das nochmal mit der Analyse. Sie müssen ja nicht gleich tagelang in Klausur gehen. Fangen Sie einfach einmal an, Daten zu sammeln! Machen Sie Inventur, vielleicht können Sie sich selbst überraschen. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg dabei!

Wenn Sie Unterstützung möchten, melden Sie sich!

Ihre Kornelia Neugebauer

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