So lösen Sie die 2 größten Probleme von KMU auf Facebook

„Ich schaff es ja kaum eine Statusmeldung zu produzieren, wenn ich daran denke, dass ich für zwei oder drei Wochen im Voraus planen und alles schreiben soll, verkrampft sich mein Magen.“

Hannelore blickt mich entsetzt über den Rand ihrer Kaffeetasse an. Wir sitzen im Hinterzimmer ihres Geschäftes und reden über ihre Facebook Seite, die sie seit ein paar Monaten betreibt. Hannelores Fachgeschäft für Bastelbedarf ist in der Stadt gut bekannt. Die beiden Angestellten sind ausgelastet und oft muss Hannelore auch im Verkauf mit anpacken, obwohl sie eigentlich lieber mehr Zeit für den Einkauf und unternehmerische Belange hätte.
Für Facebook hat sich Hannelore deshalb entschieden, weil sie gerne über ihr jetziges Einzugsgebiet hinaus bekannt werden möchte. Hannelore will vom berühmten viralen Effekt profitieren.
Sie möchte Ihren Umsatz so weit steigern, dass sie eine dritte Verkaufskraft anstellen kann.
Doch leider ist ihr Plan nicht so aufgegangen, wie sie sich das vorgestellt hat.
Im Gegenteil, Hannelore hat das Gefühl, dass Sie sich mit Facebook eine Last aufgebürdet hat, die sie viel zu sehr vereinnahmt, ohne dabei etwas zu bewirken.

„Ich habe zwei Probleme“,

meint Hannelore in unserem Gespräch.

„Ich habe zu wenig Zeit und ich habe  keine Ideen, worüber ich noch schreiben soll.“

Mit diesen Problemen ist Hannelore nicht allein. Und es gibt dafür auch eine Lösung.

Vorausplanen statt hinterherhinken!

Auch wenn Facebook ein modernes Medium ist, mit kurzlebigen, oft nicht berechenbaren Aktionen wird es – sobald sie es für ihr Business nutzen – zum unternehmerischen Werkzeug. Als solches sollten sie es auch behandeln und genauso strategisch planen, wie ihre übrigen unternehmerischen Handlungen.

Hannelores Problem Nr. 1 : Ich habe zu wenig Zeit für Facebook

Wenn Facebook für ihr Unternehmen funktionieren soll, müssen Sie Zeit investieren. Die gute Nachricht ist: sie können ihren Zeitaufwand kalkulieren. Überlegen Sie, wie viel Zeit sie für ihr Facebook Engagement aufbringen möchten oder können. Bleiben sie dabei realistisch aber betrachten Sie Facebook als eine wichtige Tätigkeit für Ihr Unternehmen, die erledigt werden muss. Wenn Ihre eigenen Ressourcen zu knapp sind, sollten sie überlegen, was sie delegieren oder auslagern können.

Jetzt stellen Sie dem gegenüber, wie aktiv Ihre Zielgruppe in Facebook ist. Je aktiver, desto öfter müssen sie posten, um es in den Newsfeed zu schaffen. Selbst wenn ihre potenziellen Kundinnen und Kunden nur alle paar Tage auf Facebook und wenig vernetzt sind, ist eine Regelmäßigkeit in ihren Postings notwendig.

Schließlich gelangen Sie zu ihrer idealen Frequenz. Als Faustregel können sie rund doppelt so viel Zeit für die Betreuung dazurechnen, sobald der Dialog auf ihrer Facebookseite eingesetzt hat.

Die Lösung:

Legen Sie einen Social-Media-Tag pro Woche fest, an dem Sie Inhalte recherchieren, Bilder suchen oder erstellen,  und Beiträge im Vorhinein schreiben.
Ich empfehle Ihnen, für 1 Woche Beiträge fertig zu stellen und direkt im Facebook Publisher zu planen.

So funktioniert´s:

Klicken Sie das kleine weiße Dreieck im Button „Veröffentlichen“. Damit öffnen Sie ein Dropdownmenü. Dort wählen Sie die Funktion „Planen“ aus.

Dadurch öffnet sich ein Fenster, über das Sie Datum und Zeit für die Veröffentlichung festlegen können.

Facebook Posting planen
Facebookposting planen

Zusätzlich legen Sie die Themen für eine weitere Woche fest und recherchieren die passenden Inhalte. Wenn Sie das zeitversetzt machen, haben Sie also immer die Inhalte von 1-2 Wochen bereits fertig hinterlegt und Facebook veröffentlicht automatisiert zu den Terminen, die sie festgelegt haben.

Ihr Vorteil:

Während der Recherche finden Sie sicher so viele Informationen, dass Sie mehrere Postings daraus machen können oder Ideen  für neue Beiträge daraus entstehen. Auch die Bildsuche oder das Erstellen von Bildern und Grafiken ist auf diese Weise effizienter und Sie sparen Zeit.
Falls Sie das Publizieren an einen Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin übertragen haben, rechnen Sie bitte auch für ihn oder sie den gleichen Zeitaufwand – Facebook so einfach nebenher einschieben funktioniert leider nicht.

„Das hört sich ja ganz interessant an, aber wie komme ich überhaupt zu den Themen?

Hannelores Problem Nr.2 : Ich weiß nicht was ich auf Facebook posten soll.

Dazu sollten Sie sich zuerst einmal  die Frage stellen, was ihre Zielgruppe interessiert. Wenn sie das selbst nicht beantworten können, fragen sie einfach ihre Kundinnen und Kunden selbst – im Geschäft und auf Facebook.
Hannelore weiß eigentlich, was ihre KundInnen und Kunden interessiert.

„Hauptsächlich sind das Anregungen und Beispiele, was man mit den Materialien machen kann, und der Ausblick auf neue Kollektionen.

Darin ist schon eine Vielzahl an Themen enthalten. Überlegen Sie, was noch dazu passt und wie Sie diese Punkte ergänzen können. Möglicherweise interessiert ihre Kundinnen und Kunden auch, woher die Materialien kommen und wie sie hergestellt werden. Wer steckt hinter Designs? Was sind die Unterschiede bei den Anbietern.

Die Lösung:

Mit all diesen gesammelten Informationen können Sie ihre thematische Planung umsetzen. Sie sorgt dafür, dass Sie immer einen Pool an Themen zur Verfügung haben, aus denen Sie sich das auswählen können, was im zeitlichen Kontext steht oder zu einem ihrer saisonalen Angebote passt.

Die thematische Planung kann sich also an unterschiedlichen Faktoren ausrichten:

  1. Event – und Saisonbezogen
  2. Produktbezogen
  3. Serien- und Reihenbezogen

Was bedeutet das?

Hannelore bietet etwa drei Wochen vor Ostern einen Workshop für Oster- und Frühlingsdekoration an. Ganz klar, dass Ihr Marketing vorsieht, diese Workshops auch in Facebook zu publizieren.  Eine einmalige Aktion bringt nicht ausreichend Resonanz – und damit auch nicht die erwartete Werbewirksamkeit.

Eine einmalige #Facebook Aktion bringt nur wenig Werbewirksamkeit Klick um zu Tweeten

Welche Beiträge kann ich vorlagern?

Dazu überlegen Sie, warum sie ein bestimmtes Angebot gerade jetzt im Programm haben. Sie haben sich doch sicher vorher etwas dazu überlegt.
Hannelores Workshop ist selbst eine Werbemaßnahme, die den Verkauf der entsprechenden Materialien steigern soll.  Es würde sich also anbieten, über Materialtrends oder die Farben der Saison zu schreiben, über Ostertraditionen usw…[/cs_text][cs_text]

Was kann ich tun für eine optimale Werbewirksamkeit?

Zum einen können Sie Geld investieren und Werbeschaltungen buchen – doch bevor Sie das tun, bleiben Ihnen noch zusätzliche Möglichkeiten, die bestmögliche organische Reichweite herauszuholen.
Dafür lagern sie Beiträge vor, die genau diese Zielgruppe ansprechen. Nutzen sie dafür auch die „Audience Optimization“. Damit legen Sie fest, wer Ihre Beiträge angezeigt bekommt und Sie können sich auf die Menschen konzentrieren, für die Ihr Angebot gemacht ist. Im Regelfall erreichen Sie dadurch eine viel höhere Interaktion – das heißt, dass die Kundinnen und Kunden auch wirklich aktiv reagieren. Sie reagieren nur auf Beiträge, die sie auch wirklich interessieren.

Expertinnentipp
Überlegen Sie auch, woher das Bedürfnis oder der Wunsch nach Ihrem Produkt kommt!

Hannelores Workshop hilft, die Sehnsucht nach dem Frühling zu stillen, nach frischen und fröhlichen Farben, kurzen Ärmeln, kurzen Röcken,…

Deshalb sollte sie ihren KundInnen und Kunden einen Ausblick darauf bieten: Kleine Dekoelemente, kombiniert mit Blumen und frischem Grün – einfache Werkstücke aus Ihrem Laden, die Lust auf mehr machen.
Zum Beispiel bemalte Eierbecher im Rahmen eines Frühstückstisches mit leckerem Gebäck oder Brioche und dampfendem Kaffee. mit den passenden Servietten und einer Vase mit Narzissen, ….

Riechen Sie den Kaffee?

Wenn sie merken, dass die Interaktionen auf Ihre Beiträge mehr werden, dann ist ihre Zielgruppe bereit für die Veröffentlichung des Workshops als Veranstaltung –
Die Wahrscheinlichkeit, dass der Newsfeed Algorithmus die Veranstaltung bei den Usern anzeigt, die auch Ihre letzten Beiträge angesehen haben, ist groß. (vorausgesetzt, sie ändern auch nicht die anderen Kriterien, die bisher erfolgreich waren, wie z.B. die Zeit der Veröffentlichung)

Funktioniert das auch ohne Veranstaltungen?

Eine produktbezogenen Planung schafft einen ähnlichen Beitragsschwerpunkt rund um eine Produktfamilie oder eine Herstellerfirma. So könnte Hannelore über die Geschichte der Kalligrafie berichten und über die Materialunterschiede bei verschiedenen Schreibfedern. Sie könnte erzählen, wie Tinte hergestellt wird oder edles Papier geschöpft,….
um dann schließlich Ihre Leserinnen und Leser einzuladen, das Geschäft in der Woche der Kalligrafie zu besuchen und dort passende Aktionen zu entdecken.[/cs_text][cs_text]Schließlich können auch noch Serien oder Reihen für eine bessere Struktur und mehr Ideen für Beiträge sorgen.
Eine „Vorlage“ oder „Sketch“ der Woche ist genauso eine Option, wie z.B. die Designerin/der Designer des Monats,…

Ihr Vorteil:

Obwohl Sie UnternehmerIn sind, sind Sie doch auch der Fachexperte/die Fachexpertin in Ihrem Business. Sie besitzen vermutlich so viel Hintergrundwissen rund um Ihre Dienstleistung oder Ihr Produkt, dass Sie damit Bücher füllen könnten. Wenn Sie also einmal wissen, WORÜBER Sie schreiben wollen, geht der Rest ganz einfach.
Mit der strategischen Planung ordnen Sie Ihr Wissen in kleine thematische Portionen und geben ihnen einen zeitlichen Zusammenhang.

Jetzt müssen Sie die nur noch weitergeben!

Checkliste für eine funktionierende Marketing-Homepage

Ihre Kornelia Neugebauer

Der USP – oder wie Sie im Joghurtregal gefunden werden
Der USP – oder wie Sie im Joghurtregal gefunden werden
Social Media mit Plan - die Situationsanalyse in 6 Schritten
Social Media mit Plan – die Situationsanalyse in 6 Schritten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte füllen Sie dieses Feld aus
Bitte füllen Sie dieses Feld aus
Bitte gib eine gültige E-Mail-Adresse ein.

Menü